Kolloidales Silber richtet sich in seiner physikalischen, elektrischen und biologischen Wirkung nach den Gesetzmäßigkeiten und Eigenschaften der Kolloide, die wir hier kurz erläutern:
Eigenschaften von Kolloiden
In kolloidalem Zustand gehorcht ein Stoff seinen „normalen“ physikalischen Gesetzmäßigkeiten in vielen Aspekten nicht mehr.
Staub ist der bekannteste kolloidale Zustand. Statt auf die Erde zu fallen, hält er sich tage-, wochen- und monatelang in der Luft – die Schwerkraft bzw. Anziehungskraft der Erde ist hier weitgehend außer Kraft gesetzt bzw. wird von der gegenseitigen Abstoßung der elektrisch geladenen Kolloide überwunden. Durch die Wechselwirkungen von Anziehung und gegenseitiger Abstoßung der Kolloide entsteht die sog. „Brown’sche Molekularbewegung“, eine stetige Bewegung der Kolloide in dem Umgebungsmedium. Weiterhin haben Kolloide bezogen auf Ihre Masse eine wesentlich vergrößerte Oberfläche und damit eine wesentlich höhere Reaktionsfähigkeit – in größeren Partikeln eigentlich unbrennbarer Staub kann sich in Staubexplosionen von hoch konzentriertem Feinstaub schlagartig entzünden.
Es gelten hier also einige einfache Gesetzmäßigkeiten:
Je kleiner die Kolloide sind, desto weiter sind sie von den „normalen“ Reaktionseigenschaften des Ursprungsstoffes entfernt, desto größer wird ihre Oberfläche und desto reaktiver werden sie.- Je enger die Kolloide gepackt sind – d.h. je mehr Kolloide sich in einem cm3 Umgebungsmedium befinden – desto schneller reagieren sie miteinander – entweder explosionsartig wie bei einer Staubexplosion oder indem ihre gegenseitige Abstoßung schnell abnimmt und sich immer weniger, dafür aber größere Partikel bilden, die bald ihre kolloidalen Eigenschaften verlieren und als „normale“ Partikel der Schwerkraft gehorchend zu Boden fallen bzw. sinken.
- Die biologische Wirksamkeit kolloidaler Lösungen – insbesondere einer kolloidalen Silberlösung – ist abhängig von der Anzahl der Kolloide, nicht von ihrer Größe – im Gegenteil: je kleiner die Kolloide sind, desto wirksamer sind sie.
- Kolloide sind sehr reaktiv. Sie reagieren sofort mit Molekülen und anderen Kolloiden.
- Um reine Kolloide zu erhalten, muss ein ideales Umgebungsmedium möglichst frei von Fremdstoffen sein.
- Kolloide sind elektrisch geladen. Sie reagieren auf elektrische und magnetische Felder in ihrer Umgebung. Um Kolloide lange in kolloidalem Zustand zu erhalten, darf das elektromagnetische Feld nicht gestört werden. Auch schon durch Einwirkung von Licht können sich Kolloide verändern bzw. in ihrer gegenseitigen Abstoßung gestört werden.
In Bezug auf eine kolloidale Silberlösung bedeutet dies:
- Optimal wirksam ist eine Lösung mit möglichst einer möglichst großen Anzahl von Kolloiden bei möglichst niedrigem Materialeinsatz bzw. Materialkonzentration / ppm-Zahl (ppm = parts per million bzw. mg pro Liter).
- Das Lösungsmittel Wasser muss möglichst rein sein, denn schon Spuren von Mineralien bewirken eine Reaktion des Silbers mit diesen Mineralien zu Silbernitrat, Silberchlorid etc.
- Die Umgebung muss frei von elektromagnetischen Feldern sein, auch statische elektrische Felder – wie sie z.B. durch einfache Kunststoffe erzeug werden – müssen vermieden werden.
- Lichteinfluss muss bei Herstellung und Aufbewahrung ferngehalten werden.
Aus diesen Vorgaben ergeben sich Kriterien für das optimale Herstellungs- und Aufbewahrungsverfahren:
- Das Lösungsmittel Wasser muss dampfdestilliert – also frei von Mineralien – sein.
- Die Elektrolyse muss möglichst langsam vor sich gehen, denn die Kolloide werden umso kleiner, je schwächer der Strom ist durch den sie sich von den Silberelektroden lösen. Wenn also eine Konzentration von 5 ppm schon in 10 Minuten erreicht wird, sind die Partikel wesentlich größer als wenn dieser Vorgang 60 Minuten dauert.
- Da der elektrische Widerstand des destillierten Wassers anfänglich sehr hoch ist, während des Herstellungsprozesses durch die zunehmende Kolloidkonzentration aber stetig abnimmt, ist eine exakte Steuerung der an den Elektroden anliegenden Spannung notwendig, damit die Kolloidgröße gleich bleibt.
- Die Polarisierung der Elektroden muss wechseln, damit sich sowohl die beiden Silberelektroden gleichmäßig abnutzen als auch die Kolloide gleichmäßig in dem Wasser verteilt werden.
- Die Spannungsquelle der Herstellungsgeräte muss weit vom Gerät entfernt sein, der Aufbewahrungsort darf nicht starken elektromagnetischen Feldern – wie z.B. im Kühlschank – ausgesetzt sein. Batteriebetriebene Herstellungsgeräte, deren Batterie im Gerät enthalten ist, sind deshalb ungünstig, ebenso netzbetriebene Geräte, deren Transformator sich im Gerät befindet. Herstellungs- und Aufbewahrungsbehälter müssen entweder aus Glas oder aus neutralem und nicht elektrisch aufladbarem Kunststoff bestehen.
- Herstellungs- und Aufbewahrungsbehälter müssen lichtdicht und geschlossen sein, so dass die Kolloide weder durch Licht noch durch Luftbewegung beeinflusst werden.
