
Silber …
… wird von den Menschen seit etwa dem 5. Jahrtausend v. Chr. verwendet. Gold und Silber sind der Inbegriff der Edelmetalle.
In Mitteleuropa gabt es viele Fundorte, so im Harz, im Schwarzwald, in Böhmen und in der Slowakei, das meiste Silber stammte aber aus dem Ort Schwaz in Mittelösterreich.
In Südamerika was Silber ein viel verwendetes Schmuckmetall der Inkas, und heute sind Peru und Mexiko die größten Silberproduzenten.
Silber in der Therapie …
… wurde bis zur Entwicklung der Antibiotikatherapie in vielen Kulturen zur Desinfektion und Sterilisierung eingesetzt.
Es gibt aus den Hochkulturen der Ägypter, der Griechen, der Perser, aus dem alten Indien und China Berichte, wie Silber zur Desinfektion eingesetzt wurde. Dass schon die Römer und die Adligen im Mittelalter aus Silberbechern tranken und mit Silberbesteck aßen, hatte nicht nur optische und Designgründe, sondern war eine gute Versicherung gegen Krankheitskeime, von denen das “normale” Volk, das aus Holzbechern trank und mit Holzbesteck aß, befallen wurde.
Aus dem 30-jährigen Krieg wird von “Ärzten” berichtet, die Wunden mit silberhaltigen Salben bestrichen und damit Wundbrand verhinderten.
Kolloidales Silber …
… wurde Ende des 19. Jahrhunderts breit in verschiedenen medizinischen Bereichen eingesetzt. Belegt sind englische Forschungen, die um 1860 den Unterschied zwischen Kolloiden, die die Scheimhäute des Körpers durchdringen können, und ausgefälltem, metallischen Silber beschreiben.
Kolloide wurden damal durch das Verreiben von Silberkristallen gewonnen.
Seit 1891 wird die von einem Leipziger Gynäkologen entwickelte Empfehlung umgesetzt, Neugeborene durch das Eintröpfeln von Silbernitratlösung vor in die Augen vor einer Bindehautentzündung zu schützen. Diese Praxis wird heute noch vereinzelt angewendet.
Ende des 18. Jahrhunderts reifte die Erkenntnis, dass Silber schon in allergeringsten Konzentrationen wirksam ist. So wurde versucht, die Verreibung zu intensivieren und immer feineren Silberstaub zu erzeugen.
